Wie wichtig es ist, Ein Rahmenkonzept für Coaching zu haben, zeigt der kürzlich erschienene Artikel von Tatiana Bachkirova et al (2015).
Die Studie untersucht das seit über fünf Jahren bestehende Coaching- und Mentoringprogramm des London Deanery. Ziel war es, geeignete Evaluationsinstrumente zu entwickeln und die Wirksamkeit des Programms unabhängig zu bewerten sowie typische Herausforderungen bei der Evaluation großer Coachingprogramme aufzuzeigen. Aufgrund praktischer Einschränkungen wurde ein Mixed-Methods-Design gewählt: eine quantitative Vorher-Nachher-Untersuchung ergänzt durch qualitative Grounded-Theory-Analysen.
Quantitativ wurden Employee Engagement, Selbstwirksamkeit und Selbstmitgefühl gemessen. Zusätzlich entstand der „Specific Work-Related Questionnaire“ (SWRQ), der erfasst, inwieweit Teilnehmende beobachtete Veränderungen dem Coaching zuschreiben. Qualitativ wurden Stakeholderinterviews und offene Antworten aus dem SWRQ ausgewertet.
Von 120 analysierten Datensätzen (78 %) zeigten alle Skalen Verbesserungen, die überwiegend dem Coaching zugeschrieben wurden. Die Autor*innen betonen die Notwendigkeit, Evaluationsmethoden weiterzuentwickeln, damit sie sowohl wissenschaftlichen Standards als auch den Prinzipien der Coachingpraxis gerecht werden.